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Denkgefängnisse

Der eine Gott (Monotheismus) ist einer der Wege in ein Denkgefängnis.

Damit wird ein auf Religion (Glaube) basierendes Gefängnis errichtet.

Die Alternative ist die Realität, dass der Logos des Planeten Erde Teil einer Gruppe von Logoi im System der Sonne ist, welches wiederum vom Logos der Sonne repräsentiert wird.

Die Gruppe der Logoi von Systemen, die der Sonne analog sind, wird durch einen Logos repräsentiert, der in der Theosophie den Namen „Kosmischer Logos“ trägt.

Die damit beschriebene Kette von Entitäten ist unbegrenzt und setzt sich bis ins Unendliche fort. Allerdings gilt das Denkmodell oder die Vorstellung, dass sie damit immer höher und mächtiger werden, nicht für jeden Teilaspekt.

Mit den Inhalten des sogenannten Alten Testaments ist für den irdischen Planeten ein Wesen (genannt Gott) in das Denkgefängnis der Menschheit (hauptsächlich des Christentums) eingezogen, dessen Wirksamkeit unterhalb der Sinneswahrnehmung liegt. Sein Einfluss ist schleichend und oft stärker als das Gute, für das die Bruderschaft steht.

So wie es eine übersinnliche Wahrnehmung gibt, existiert auch ein untersinnlicher Bereich. Ein Streben dorthin sollte unbedingt vermieden werden.

Der Monotheismus und zusätzlich das Denkgefängnis der „Ein-Leben-Theorie“ (unter Leugnung der Reinkarnation) erzeugen eine dauerhafte Einschränkung der menschlichen Seele.

Der Osten des Planeten hat mit dem Grundsatz der Reinkarnation, der in den Seelen des überwiegenden Teils der dortigen Menschheit tief verankert ist, einen Vorteil für umfassendere Erkenntnisse und Entwicklungen.

Allerdings hat sich in den vergangenen 2000 Jahren in der östlichen Religion, Philosophie und Kultur eine einschränkende „Verkürzung“ eingeschlichen, die ebenfalls in ein Denkgefängnis mündet.

Die Erlösung vom Rad der irdischen Inkarnationen soll durch eine einzige Inkarnation besonderer Anstrengung erreicht werden. Spielarten des Buddhismus und Hinduismus versprechen, dieses Ziel des schnellen „Ausstiegs“ durch Anwendung bestimmter Mantren, meditative Praktiken oder extremer Formen der Askese erreichbar zu machen.

Offensichtlich ist das Bedürfnis nach einem beschleunigten dauerhaften Ausstieg in Richtung feinstoffliche Welt innerhalb eines einzigen Lebens sehr weit verbreitet. Es scheint im Buddhismus und Hinduismus eine Reihe von Sonderformen zu geben, deren Schöpfer sich von den Versprechungen der schnellen Erlösung eine Zunahme ihrer Popularität erhofften.

Auf solche Sonderformen soll hier nicht im Einzelnen eingegangen werden. In diesem Text geht es darum, die Grundstruktur von „Denk-Gefängnissen“ darzustellen.

Stimmt dann jedoch das einmal fest im Fühlen und Denken verankerte Ziel einer sofortigen Erlösung, eines imaginären Himmels oder Paradieses nicht mit der Realität des langen Weges vieler aufeinanderfolgender Inkarnationen überein, hinterlässt dies in der Seele der Verführten eine große Enttäuschung. Diese Enttäuschung wird die folgende Inkarnation prägend erschweren und der Gemeinschaft schaden. Eine Folge davon findet sich im Atheismus, die andere im radikalisierten religiösen Sektierertum.