Das Modell „Theosophie”
Ein kosmisches „ES” erwacht aus seiner Schlaf-Existenz zwischen zwei Aktiv-Existenzen.
Da es sich wie alles Existierende in einem Prozess der Fortentwicklung befindet, teilt es aus sich selbst etwas heraus, das zur weiteren Entwicklung bestimmt ist.
Später wird dieses Etwas im Zuge der Rückführung das gesamte Es durchdringend verändern.
Der Prozess der Rückführung kann auch in kleinsten Übertragungen geänderter Substanz erfolgen.
Reales Leben aller Qualitäten und Stufen gibt es nur dort, wo es für Teile des Ganzen Wahlmöglichkeiten im Voranschreiten gibt, auch wenn das Ziel gleichbleibt. Die Wege sind vielfach.
Um den Fortschritt in äonenlangen Zeiten zu erreichen, muss dem vorübergehend abgetrennten Teil das gegeben werden, was in der menschlichen Sprache „Freier Wille“ genannt wird.
So betrachtet das Es aus erhöhter Perspektive das Labor, in dem sich der freie Wille auslebt. Es gibt mehrere Durchgänge von „Laborprozessen“, von denen manche durch Abbruch scheitern und dann neu „angesetzt“ werden.
Die Entfaltung des ES ist absteigend mehrstufig. Sie verbleibt jedoch außerhalb der alten Form der vorherigen Aktiv-Existenz. Der niedrigschwellige Formanteil wird vom abgetrennten Teil, dem Etwas, übernommen. So erhält es die Formanteile der niederen Schwingungen, die verwandelt werden sollen.
Das gesamte Etwas zerteilt sich in unzählige Einheiten, die alle auf verschiedenen Wegen und miteinander in subtiler Verbindung stehend ihren Fortschritt suchen.
In einer dieser Einheiten, der irdischen Evolution, werden die Prozesse durch Milliarden von Geistseelen verwirklicht, deren kurzes Leben dem Muster von Aktivität, Schlaf und erneuter Aktivität entspricht (Reinkarnation). Die Wissenschaft oder Philosophie, die das Wissen um die beschriebenen Prozesse ausdrückt, nennen wir Theosophie.
Individualitäten auf jeder Stufe, die sich dem Vorankommen und Verwandeln selbstgenügsam entgegenstellen, erzeugen mehr oder weniger das, was als das Böse bezeichnet wird.
Da die Evolution in einer Vielzahl von Abstufungen stattfindet, sind die Wesenheiten, die zwei Stufen höher stehen, für die zwei Stufen tieferen relative Götter. Dies ist auf immer weitere und höhere Wirksamkeiten zu übertragen, bis nah an das „ES” heran. Der gebräuchliche Name für das ES ist Logos.
In der Abtrennung des Etwas und in den weiteren Aufspaltungen in Einheiten ist der unausweichliche Verlust der direkten Verbindung zum Logos angelegt. Die Erscheinungen von Angst, Einsamkeit, Sehnsucht sowie der Verlust direkter Wahrnehmung – also eingeschränkte Sinne – sind die Folge.
An dieser Stelle tritt die Religion mit einem Angebot von Hilfen und Erklärungen auf. Jede Religion, die anderen Religionen die Existenzberechtigung abspricht, ist auf dem dunklen, selbstgenügsamen Weg. Dann bleiben nur sehr wenige übrig.
Einzelne menschliche Wesenheiten, die durch die hochenergetischen Vertreter des „Etwas” oder des „ES” impulsiert wurden, lehren für die jeweilige Zeit angemessene Gefühls- und Denkinhalte. Diese sollen die Menschen auf dem vorgezeichneten Weg voranbringen. Sie können dies, weil sie den Inhalt der hier beschriebenen theosophischen strukturellen Wahrheit vollständig verinnerlicht haben. Ihre freiwillige Inkarnation ist ein Opfer. Im Gegensatz dazu gibt es zu jeder Zeit unzählige „falsche Propheten“.
Sicher ist, dass Menschen, die die Liebe zu allen Menschen und zur gesamten Schöpfung in ihrem feinstofflichen Herzen aufrechterhalten, einen Punkt haben, der in Verbindung zum ES bleibt. Der Wille zum Guten muss von ihnen selbst in freiem Willen hervorgebracht werden, um dann in Wort und Tat den Herzenspunkt zum Leuchten zu bringen.
Spätestens mit diesem Thema fächert sich das gesamte Modell in viele Unterthemen und Abhandlungen auf. Diese Domain im Netz versucht, so viele kosmologische Aspekte wie möglich auf Basis dieser Modellgrundlage darzustellen. Die gezeigten Aspekte der Theosophie sollen der hochvirulenten Zeit angemessen sein.




