„Abwerfend, verzichtend, höher erneuernd, im Mysterium verdichtend den Geistgewinn vieler Leben.“
An diesem Punkt verlassen wir den Bereich, der für die meisten Menschen in diesem Mantra zutreffend ist.
Der Weg der Transformation durch ein Opfer bleibt denen vorbehalten, die über viele Inkarnationen hinweg die Grundlage dafür geschaffen haben. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine physische Grundlage oder eine astrale Konstruktion und auch die mentale Konfiguration für sich genommen reicht nicht aus.
Der unbedingte Wille, den Schritt über den „tiefen Abgrund“ auf einer schwankenden Brücke feinstofflicher Bauweise zu wagen, muss vorhanden sein. Der Verzicht auf das Vermächtnis der bisherigen Inkarnationen in Erkenntnis und erlangter ethischer Reife ist die Bedingung – allerdings unter Mitnahme der Essenz des Ertrags.
Das Mantra hat zur Konstruktion der Brücke beigetragen, und seine möglichst tägliche Nutzung hat den weiteren Weg im Sinne von Wegmarken skizziert.
Mahatma Morya gab in den Büchern (in den Tagebüchern von Helena Roerich) einen der seltenen Einblicke in eine andere planetarische Lebensform, in diesem Fall die der Venus. Es handelt sich dabei nicht um die Venus, die wir in unserem begrenzten, eindimensionalen, physischen Universum mit dem Fernglas sehen, sondern um die auf einer feinstofflichen, höheren Stufe befindliche planetarische Entität:
„Die Strahlen der Venus gleichen einem grünen oder violetten Kelch. Bei Annäherung sehen wir Lichtspiralen, erfüllt von Explosionen der Bewegung. Die Nadeln der Spirale sind auf das Licht gerichtet und bewirken eine Verdünnung der Atmosphäre. Dies führt zur Reinigung der Luft und zu ständiger Elektrifizierung. Diese Eigenschaft ermöglicht einen leichten Aufstieg in die Luft und macht Flugmaschinen überflüssig; dieselbe Energie beseitigt alle Motoren und erzeugt Nahrungsmittel. Es gibt keine Tiere, die unseren Tieren entsprechen, genauso wenig wie es Insekten gibt. Vögel und Fische sind hoch entwickelt und erreichen unbeschreibliche Farben und eine Leichtigkeit der Struktur. Im Allgemeinen entspricht der Zustand der Körper dem Grad der astralen Verdichtung, weshalb Nahrungsmittel – Blüten, Stängel und Wurzeln – über den Geruchssinn aufgenommen werden.
Verwesung im eigentlichen Sinne existiert nicht, doch Körper, die ihre Bindungssubstanz verlieren, zerfallen in Luft. Die Entstehung erfolgt auf Ruf aus dem All. Der entstehende Geist entspricht gewissermaßen unserem siebenjährigen Lebensabschnitt. Für die Entstehung wird ein günstiger Zeitpunkt elektrischer Maximen gewählt, und unter dem festen Blick erfolgt die Verdichtung, eingeleitet durch die Rotation der Lichtspirale. Die Verdichtungsperiode ist kurz, etwa vierzig Jahre, doch finden keine wesentlichen Veränderungen im Körper statt. Der entstehende Geist vollendet seine körperliche Entwicklung nach etwa fünf Jahren. Selbstverständlich ist alles Leben gemeinschaftlich. Viele Vögel verstehen Sprache und können dienen – eine Art fliegendes Reich. Schöpferische Arbeit zielt darauf ab, die Ozeane zu bändigen, denn dieses Element ist unter dem Einfluss elektrischer Wellen schwer zu kontrollieren. Zerstörerische Tornados, die sich wie gigantische Wasserspiralen auftürmen, sind häufig. Außergewöhnlich große und tiefe Trichter stellen ebenfalls eine Gefahr dar. Vulkane und eine Art Nordlichter sind charakteristisch. Selbst die tiefste Dunkelheit ist von Funken durchdrungen.“




